BKT I/II

Technisches Berufskolleg I und II 

Die Technischen Berufskollegs I und II vermitteln qualifizierte technische Grundkenntnisse und vertiefen die Allgemeinbildung. Ein wesentliches Merkmal ist dabei der enge Theorie-Praxis-Bezug. Damit können die Ausbildungsreife gefördert und die Berufs- oder Studienwahl unterstützt werden. Dies erleichtert den zukünftigen Einstieg in die Erwerbswelt. 

Technisches Profil mit Praxisbezug 

Die Wirtschafts- und Arbeitswelt erlebt in den letzten Jahren tiefgreifende Veränderungen. Management, Produktionsmethoden und Verkaufskonzepte müssen den rasanten Entwicklungen und den Anforderungen eines zunehmenden Wettbewerbs sowie der internationalen Verflechtung der Wirtschaftsräume angepasst werden. Dies erfordert von den Erwerbstätigen entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit Medien, Marketingstrategien, kundenorientierter Produktherstellung, Produktgestaltung, Präsentation sowie kundenorientierter Dienstleistung. Ebenso werden neben der sicheren Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift fundierte berufsbezogene Kenntnisse einer weiteren Sprache sowie die Fähigkeit zu übergreifendem Denken, selbstständigem Handeln, eigenem Urteilsvermögen und die Bereitschaft zur Teamarbeit mehr und mehr über Chancen und Erfolg im beruflichen Leben entscheiden. Das Technische Berufskolleg I und II soll interessierte Jugendliche gezielt auf die Anforderungen dieser modernen Arbeitswelt vorbereiten. Am BSZ Stockach werden die Schülerinnen und Schüler von Fachlehrern und  erfahrenen Referenten aus der Praxis unterrichtet. 

Schwerpunkte der Ausbildung im technischen Berufskolleg I und II 

  • Physik: Grundlagen der Mechanik, Elektrotechnik, Kreisbewegungen, Impulse, Schwingungen, Elektrische und magnetische Felder, Bewegungen in Kraftfeldern, Elektromagnetische Induktion 
  • Angewandte Technik: Grundlagen der Konstruktion-Maschinenbau, Kraftfahrzeugtechnik, CAD-Anwendungen, Videoschnitt, Multimediabearbeitung 
  • Informationstechnik: Netzwerke, Betriebssysteme, Grundlagen der Computertechnik, Programmierung, Webdesign, Internetseiten, HTML, Dreamweaver 
  • Medientechnik: Gestaltung von Printmedien mit verschiedenen Softwareprogrammen 
  • Technische Dokumentation: Arten technischer Dokumentation, Erstellen von Gebrauchsanleitungen

Praktikum 

Zur Vertiefung der berufspraktischen Kenntnisse und zur besseren Karriereplanung empfehlen wir den Schülerinnen und Schülern, ein oder mehrere Praktika in einem technischen Betrieb zu absolvieren. Das Praktikum muss in der unterrichtsfreien Zeit geleistet werden, eine Freistellung vom Unterricht kann nur in Ausnahmefällen erfolgen. 

Technisches Berufskolleg I 

Das Technische Berufskolleg I bietet ein weitgefächertes Unterrichtsangebot. Es umfasst einen breit angelegten Querschnitt von computer-, dienstleistungs- und produktionstechnischen Themenstellungen und Projekten. Grundkenntnisse im Bereich Betriebswirtschaftslehre und Marketing sowie eine kundenorientierte Produktgestaltung und Präsentation runden neben der Vertiefung allgemeinbildender Lerninhalte das Programm ab. Die Inhalte der allgemeinbildenden Fächer orientieren sich an den Lehrplaninhalten des einjährigen Berufskollegs zum Erwerb der Fachhochschulreife und damit an den Anforderungen der zentralen Prüfungen zum Erwerb der Fachhochschulreife. Kernfächer des technischen Berufskolleg I sind Deutsch, Englisch, Mathematik und Grundlagen der Technik. Im Fach Grundlagen der Technik wird am Ende des zweiten Halbjahres eine zentrale Klassenarbeit geschrieben. 

1. Zugangsvoraussetzungen:

  • Abschluss einer Realschule, Werkrealschule oder Gemeinschaftsschule (Klasse 10) 
  • Versetzung nach Klasse 11 eines neunjährigen Gymnasiums 
  • Versetzung nach Klasse 10 eines achtjährigen Gymnasiums 
  • Abschlusszeugnis einer zweijährigen Berufsfachschule

Maßgebend ist der Durchschnitt aus den Noten aller Fächer des Abschluss- bzw. Versetzungszeugnisses. 

2. Anmeldung und Auswahlverfahren: 

Die Anmeldung erfolgt zentral per Online-Verfahren. Bitte beachten Sie hierzu die geltenden Anmeldetermine. Nähere Informationen finden Sie hier.

3. Probezeit: 

Die Aufnahme erfolgt auf Probe. Die Klassenkonferenz entscheidet auf Grund der Noten des ersten Schulhalbjahreszeugnisses über das Bestehen der Probezeit. 

4. Prüfung: 

Anstatt einer Prüfung findet Ende Juni eine Zentrale Klassenarbeit im Fach Grundlagen der Technik (Physik) statt. 

5. Weiterbildungsmöglichkeiten: 

  • Berufskolleg II mit dem Ziel der Fachhochschulreife mit evtl. Zusatzprüfung: Staatl. geprüfte/r technische/r Assistent/in 

Technisches Berufskolleg II 

Das Technische Berufskolleg II baut darauf auf und richtet sich an Absolventinnen und Absolventen des Technischen Berufskollegs I. Es vertieft die im Technischen Berufskolleg I erworbene technische Grundbildung und vermittelt fachtheoretische und fachpraktische Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die zur Wahrnehmung von Tätigkeiten in einem durch Technik geprägten Aufgabenfeld befähigen. Durch die Vertiefung der Allgemeinbildung bereitet es auf ein technisch ausgerichtetes Studium an einer Hochschule vor (Abschluss Fachhochschulreife). Die Ausbildung endet nach einem Schuljahr mit einer landeseinheitlichen schriftlichen Abschlussprüfung in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Technische Physik sowie einer mündlichen Prüfung. Mit einer erfolgreichen Zusatzprüfung in den Fächern Technische Dokumentation sowie Angewandte Technik erwirbt man zusätzlich die Berufsbezeichnung „Technischer Assistent/Technische Assistentin im Schwerpunkt: Angewandte Technik und Technische Dokumentation.“ Der Abschluss des Technischen Berufskollegs II berechtigt zu einem Studium an jeder Fachhochschule in Baden-Württemberg. Unter gewissen Voraussetzungen ist auch ein bundesweites Studium oder ein Studium an einer Dualen Hochschule in Baden Württemberg (DHBW) möglich. 

1. Zugangsvoraussetzungen: 

Abschlusszeugnis des Technischen Berufskollegs I:
Kernfach-Durchschnitt  Deutsch, Englisch, Mathematik, Grundlagen der Technik (Physik) mindestens 3,0.

2. Anmeldung und Auswahlverfahren: 

Die Anmeldung erfolgt direkt an der Schule. Bitte beachten Sie hierzu die geltenden Anmeldetermine. Nähere Informationen finden Sie hier.

3. Probezeit:

Die Aufnahme erfolgt auf Probe. Die Klassenkonferenz entscheidet auf Grund der Noten des ersten Schulhalbjahreszeugnisses über das Bestehen der Probezeit. 

4. Prüfung: 

  • Schriftliche Prüfung in den Kernfächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Technische Physik
  • Zusatzprüfungen für den Staatlich geprüften technischen Assistenten in den Fächern Technische Dokumentation und Angewandte Technik
  • Mündliche Prüfung

5. Weiterbildungsmöglichkeiten:

  • Studium an einer Fachhochschule in Baden-Württemberg 
  • Studium an einer Fachhochschule in anderen Bundesländern (Voraussetzung hierfür: Bundesweite Fachhochschulreife, zu erwerben durch ein zusätzliches 6-monatiges Praktikum) 
  • Übergang in die Technische Oberschule mit dem Ziel Allgemeine Hochschulreife (Voraussetzung hierfür: Fachhochschulereife und bestandene Zusatzprüfung zum Staatlich geprüften Technischen Assistenten) 
  • Aufnahme einer dualen Ausbildung 

Besonderheiten am BSZ Stockach 

Das vielfältige Unterrichtsangebot wird durch verschiedene außerunterrichtliche Aktivitäten und den Erwerb zusätzlicher Kompetenzen und Zertifikate ergänzt, so zum Beispiel 

  • Studienreisen zu nationalen oder internationalen Zielen (auch im Rahmen der Teilnahme an den Übungsfirmenmessen) 
  • Betriebsbesichtigungen und Exkursionen 
  • Planspiel Börse und Teilnahme an Seminaren der Sparkasse Hegau-Bodensee 
  • Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften und Projekten wie unserem Schulradio RADIOACTIVE, der Schulband oder SchulArt (Literatur, Kunst und Musik) 

1. Beratung: 

Auf dem Weg der persönlichen Karriereplanung hin zu einem passenden Studium oder einer geeigneten Ausbildung besteht seitens der Schülerinnen und Schüler ein  hoher Informations- und Beratungsbedarf. Mithilfe verschiedener Bausteine werden sie an unserer Schule gezielt unterstützt: 

  • Kennenlern- und Methodentage: zu Beginn des Berufskolleg I führen die Schülerinnen und Schüler ein Team- und Methodentraining mit dem Ziel durch, sich besser kennenzulernen, das harmonische und fruchtbare Klassenklima zu stärken sowie bedeutsame Methoden zu erlernen und erfahren 
     
  • Berufsorientierung am schuleigenen Karrieretag: die Schülerinnen und Schüler interviewen Vertreter von Unternehmen, Hochschulen und anderen schulischen und beruflichen Einrichtungen und dokumentieren den aktuellen Stand ihrer persönlichen Karriereplanung. Sie besuchen Schnupper-Vorlesungen im Rahmen des angebotenen Hochschulprogramms und erhalten wertvolle Tipps von Studentinnen und Studenten verschiedener Hochschulen der Region.
     
  • Studieninformationstage und Schnupperstudium: die Schülerinnen und Schüler nehmen im Klassenverband oder auf Nachfrage auch individuell an (zentralen) Studieninformationstagen an Hochschulen teil oder absolvieren ein Schnupperstudium. 
     
  • Berufs- und Karriereberatung durch externe Berater: bei der Berufs- oder Studienwahl erhalten Schülerinnen und Schüler wertvolle Informationen von Referenten einzelner Unternehmen oder Behörden, zum Beispiel der Bundesagentur für Arbeit.

2. Kooperation mit Hochschulen: 

  • Studieninformationstage: Schülerinnen und Schüler nehmen an den zentralen Studieninformationstagen der Hochschulen teil. Darüber hinaus werden sie für die Teilnahme an individuellen Informationsveranstaltungen von Hochschulen (z. B. der Dualen Hochschule Villingen-Schwenningen oder der Hochschule Albstadt-Sigmaringen) freigestellt.
     
  • Tag der offenen Tür für Lehrer und Schüler:
    Hochschulen wie die HFU bieten am Hochschulcampus Tuttlingen „Tage der offenen Tür“, um das Hochschulgelände und das Studienangebot kennen zu lernen sowie Fachvorträgen beizuwohnen. 
     
  • Schnupperstudium: 
    Schülerinnen und Schüler werden auf Wunsch für ein in der Regel 1-wöchiges oder mehrtägiges Schnupperstudium an einer der Hochschulen freigestellt. 
     
  • Hochschulen beim Karrieretag:
    Der Karrieretag bietet Entscheidungshilfen für angehende Studenten. Unsere Schülerinnen und Schüler interviewen an diesem Tag  Vertreter von Hochschulen an den Ausstellungsständen und erstellen ein erstes eigenes berufliches Profil, das neben möglichen Ausbildungen bzw. Ausbildungsbetrieben auch bestimmte Hochschulen und Studiengänge anvisiert (www.karrieretag-stockach.de). 
     
  • Hochschulprogramm – Vorlesungen, Kurzvorträge und Tipps zum Studium am Karrieretag:
    Neben den Ausstellungsständen bieten ausgewählte Hochschulen auch ein Informationsprogramm an: Fachvorlesungen und Kurzvorträge durch Professoren kaufmännischer und technischer Fachbereiche, Informationen und Tipps zum Studium von Studenten für interessierte Schüler. 
     
  • Kooperation mit der Binational School of Education (BiSE) der Universität Konstanz und der PH Thurgau im Bereich der Lehrerausbildung und der Bildungsforschung in der deutsch-schweizerischen Grenzregion

 

Eine Liste der kooperierenden Hochschulen finden Sie unter www.karrieretag-stockach.de